Übersetzungen  

Penelope Skinner

Linda (Linda)

  • Text: Theaterstück in 2 Akten
  • DE: 03.11.2019 am Düsseldorfer Schauspielhaus // Februar 2021 Hans Otto Theater Potsdam
  • Sprache: Übersetzung aus dem Englischen ins Deutsche
  • Verlag: Jussenhoven & Fischer GmbH & Co. KG

„Ich bin eine preisgekrönte Geschäftsfrau. Ich bin glücklich verheiratet, habe zwei hübsche Töchter, und ich passe immer noch in dasselbe Kleid wie vor 15 Jahren. Was könnte mich bedrohen?“

Linda Wilde arbeitet als einflussreiche Marketing-Managerin im Kosmetikkonzern Swan Beauty Corporation. Ihren beiden Töchtern will sie das inspirierende Vorbild einer unabhängigen Ehefrau sein, die es geschafft hat, Familienleben und Karriere erfolgreich miteinander zu verbinden. Aber als sie diese Erfolgsstory zum Muster neuer Marketingstrategien nehmen will, um Frauen ab Fünfzig mehr Mut zu machen und den 30-Jährigen Vorbild zu sein für angstlosen Konkurrenzkampf, wird Linda beruflich und privat mit geänderten Spielregeln konfrontiert. Die Männer werden unberechenbarer. Die junge Frauengeneration rückt nach. Das vermeintlich perfekte Spiegelbild der 55-Jährigen bekommt Risse. Jetzt ist sie doch da, die Bedrohung. Kann Linda diesen Kampf gewinnen?

Mit Sensibilität und britisch-bissigem Humor blickt Penelope Skinner auf weibliche Verhaltensmuster in Beruf, Familie und Gesellschaft. Ein hochaktuelles Spiel von Glanz, Verrat und Demütigung; von Macht, Schönheit und der Angst, diese zu verlieren. Zugrunde liegt der tiefgreifende Wunsch, gesehen und respektiert zu werden.

Weitere Informationen: Düsseldorfer Schauspielhaus

Penelope Skinner

Lammfromm (Meek)

  • Text: Theaterstück
  • Sprache: Übersetzung aus dem Englischen ins Deutsche
  • Verlag: Jussenhoven & Fischer GmbH & Co. KG

Kann eine Frau zum Tode verurteilt werden, weil sie ein Lied gesungen hat?

Irene Islandottir sitzt im Gefängnis. Sie weiß nicht, von wem und warum sie angezeigt wurde. Was sie weiß, ist, dass sie in einer christianisierten Gesellschaft lebt, in der die politischen Machthaber unerwünschte individuelle Freiheiten ahnden.

In der Zelle versucht Irene gemeinsam mit ihrer besten Freundin Anna und der Anwältin Gudrun, die Gründe ihrer Festnahme herauszufinden und eine Strategie für den anstehenden Strafprozess zu entwickeln. Hängt womöglich alles mit dem Lied zusammen, das sie aus Liebeskummer in einem Kaffeehaus gesungen hat?

Weltweit solidarisieren sich Menschen mit der Inhaftierten, da ein Youtube-Video ihres Auftritts sich online verbreitet und so Irenes Fall bekannt wird. Je höher die Zahlen der Klicks und Likes in den Sozialen Medien steigen, desto mehr erhofft Irene ihren Freispruch. Gudrun und Anna machen ihr Mut, denn durch Demonstrationen und Solidaritätskonzerte wächst der Druck auf die Obrigkeit, und die Protestmärschler und ausländischen Politiker würden einer Verurteilung sicher nicht tatenlos zusehen. Im Prozessverlauf wächst der Druck auf Irene; sie muss eine Entscheidung treffen über ihr eigenes Schicksal, Leben oder Tod.

Feinsinnig. Lakonisch. Düster. Penelope Skinner konfrontiert einen persönlichen Kampf um Wahrheit und Würde mit den Mächten eines religiös fanatisierten geschlossenen politischen Systems. Sie zeichnet Bilder von beklemmender Enge und vom Wert der Freiheit; beleuchtet die Kraft von Freundschaft, Liebe und Verrat, die Grenzen des Internets und die Instrumentalisierung von Religion. Ein kluges, erschreckend aktuelles Stück zwischen Hoffnung, Dystopie und Realität.

Arnold Wesker

Die Geliebte (The Mistress)

  • Text: Theaterstück
  • Sprache: Übersetzung aus dem Englischen ins Deutsche
  • Verlag: Jussenhoven & Fischer GmbH & Co. KG

„Hör auf damit, Sam. Wahnsinn! Du lässt zwei Puppen über dein Leben bestimmen.“ Samantha Milner ist eine erfolgreiche Mode-Designerin, 39 Jahre alt und liebt einen verheirateten Mann. An diesem Abend wartet sie in ihrem Atelier auf seinen Anruf.

Sie beginnt einen Dialog mit ihren Schneiderpuppen und offenbart ihre Gefühls- und Gedankenwelt. Jede Puppe verkörpert eine Bewusstseinsebene ihrer Persönlichkeit.

Die Zuschauer werden Zeugen einer humorvoll-intimen Auseinandersetzung, die immer existentieller wird – Samantha kämpft bewusst um die Aufrechterhaltung einer Illusion, und sie ringt mit der Frage nach persönlicher und gesellschaftlicher Schuld und doppelter Moral.

Sie liest sich durch ihren Poststapel von Spendenaufrufen. Das Telefon hat noch immer nicht geklingelt. Je mehr Whisky sie trinkt, je höher die Summen ihrer Spendenschecks ausfallen, je desillusionierender ihre Selbstentblößung wird, umso näher kommt sie ihren individuellen Wahrheiten.

Über allem schwebt eine blendende Frage – wie wird Samantha sie beantworten?

Mit intelligentem Humor zeigt Arnold Wesker eine leidenschaftliche Frau zwischen Erfolg, Einsamkeit, Liebe, Lust und Macht. Sie balanciert ihre Schuldgefühle und Sehnsüchte und jongliert mit ihren unvermeidlichen Wahrheiten, die ihr zerbrechliches Spiegelbild zeigen und denen sie sich stellt.

Eine fulminante Rolle für eine Schauspielerin.